Coronakrise führte zu Anstieg von Online Anzeigenbetrug

Hinter dem englischen Wort “Fraud” steht der Begriff Betrug und der bewusste Versuch einer Täuschung. Dieser hat sich vor allem im Internet in den letzten Jahren ausgebreitet. Bei Ad Fraud geht es konkret um Anzeigenbetrug. Dabei werden Werbemittel bewusst manipuliert, indem zum Beispiel die Impressionen oder die Klicks manuell nach oben getrieben werden. Dafür werden sogenannte Crawler oder Bots verwendet.

Zu Beginn der Corona-Pandemie im März nahm die Fraud-Rate weltweit im Vergleich zum Vormonat um fast 25 Prozent zu. Das bestätigte der Report “The State of Mobile Ad Fraud 2020” des Unternehmens AppsFlyer. Als viele Menschen ihre Zeit zu Hause verbrachten, stieg die Nutzung sozialer Apps. Das nutzen Betrüger zu ihrem Vorteil, sodass die Betrugsfälle in Deutschland einen Anstieg von 29 Prozent verzeichneten.

Finanz- und Shopping Apps am meisten betroffen

Online Betrug entsteht beispielsweise auch, wenn eine Seite angibt, dass sie mehr User zum Download einer App bewegt haben, als in Wirklichkeit – die sogenannte App Install Fraud. Je öfter eine App heruntergeladen wurde, desto höher die Provision für die Seite.

Diese Art Betrug wird in 75 Prozent der Fälle von vorprogrammierten Bots ausgeführt. Besonders betroffen davon sind Finanz-Apps sowie Shopping-Apps. Das liegt größtenteils an den höheren Marketingbudgets, die damit verbunden sind und die höheren Provisionen, die Betrüger somit einkassieren.

Weltweiter Trend geht jedoch nach unten

Allerdings werden sich immer mehr User über die Gefahren von Cyberkriminalität bewusst. Unternehmen ergreifen ebenfalls zusätzliche Maßnahmen und entwickeln Strategien, um gezielt gegen Betrug vorzugehen. Das Thema hat in den vergangenen Jahren an Sichtbarkeit in den Medien gewonnen. Der Meinung ist auch Ben Jeger, Managing Director Central Europe von AppsFlyer. "Die Mehrheit der App Marketer ist mittlerweile für das Thema Fraud sensibilisiert. Dank einer erhöhten Wachsamkeit innerhalb des Mobile-Ökosystems können Betrugsversuche besser denn je abgewehrt werden. Die Anzahl der Fraud-Fälle im letzten Jahr hat über alle Genres hinweg einen Tiefpunkt erreicht.", so Jeger.

Nichtsdestotrotz ist es wichtig, auf dem neuesten Stand zu bleiben und sich über das Thema Cyberkriminalität zu informieren. Stellen Sie sicher, dass Ihre Webseite ausreichend geschützt ist. Fehlen Ihnen die nötigen Kenntnisse, können Sicherheitsmaßnahmen, die über einen grundlegenden Schutz hinausgehen, auch von einem externen Dienstleister wie web4business bei der Webseitenerstellung übernommen werden.

Quelle: AppsFlyer