Mehrwertsteuer sinkt auf 16 Prozent

Die Bundesregierung will die Wirtschaft und die Umsätze im Einzelhandel wieder ankurbeln – dazu soll die Senkung der Mehrwertsteuer beitragen. Ab Juli soll sie von 19 auf 16 Prozent sinken. Für lebensnotwendige Güter sogar von 7 auf 5 Prozent. Dabei handelt es sich um ein historisches Ereignis, denn seit Einführung der Steuer ging diese nämlich immer nur nach oben. Die Senkung ist jedoch auf sechs Monate befristet und soll Anfang nächsten Jahres wieder aufgehoben werden.

Herausforderungen für Händler

Was bedeutet die Mehrwertsteuer-Umstellung denn nun konkret für Händler? Die Antwort lautet leider: viel Aufwand. Das bestätigt auch der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland, Stefan Genth, gegenüber der dpa: "Wir haben es mit einem vergleichsweise hohen Aufwand zu tun. Das würde einen hohen zweistelligen Millionenbetrag kosten". Grund dafür ist die Umstellung der gesamten Kassensysteme. Auch Preisschilder müssen überall ersetzt werden und Preisänderungen müssen nun in allen Werbungen neu kommuniziert werden.

Das müssen Kleinunternehmen jetzt wissen

Zwar soll es mit der Senkung der Mehrwertsteuer einen höheren Kaufanreiz für Kundinnen und Kunden geben, doch gerade für den Einzelhandel bedeutet das aktuell und in sechs Monaten erneut viel Arbeit, wenn alle Preise wieder neu berechnet werden müssen.

Um innerhalb von drei Wochen auf die Umstellung vorbereitet zu sein, ist es essenziell, dass Unternehmen sich um ihre Kassensysteme kümmern. Auf den ausgegebenen Rechnungen und im Buchhaltungssystem muss ab Juli der neue Umsatzsteuersatz ausgewiesen werden.

Wer beispielsweise mit Software-Lösungen von SAP arbeitet, muss sich laut dem Konzern keine Sorgen machen. Hier wäre nur die Änderung eines entsprechenden Kästchens notwendig.

Sie sind sich unsicher, wie sich die Umstellung der Mehrwertsteuer auf Ihr Unternehmen auswirkt? Sprechen Sie am besten mit Ihrem Kassenhersteller, falls Sie ein Geschäft betreiben, sowie Ihrem Steuerberater.

Zweifel an der Mehrwertsteuersenkung

Ziel ist es, dass die geminderte Steuer eins zu eins an Kundinnen und Kunden weitergegeben wird, denn grundsätzlich bezahlen nur die Endverbraucher die Mehrwertsteuer. Doch gerade in der Gastronomie gibt daran noch Zweifel. Viele Unternehmen dürften die Steuersenkung dazu verwenden, ihren eigenen Gewinn zu erhöhen und ohne Preissenkungen die Krise zu überleben. Für viele Kleinunternehmen ist das Gesetz ebenfalls eine Herausforderung und noch unklar, ob die Preissenkungen direkt an die Kundschaft weitergegeben werden können. Denn auch sie sind jetzt gezwungen, ihre Preise überall entsprechend kurzfristig anzupassen.

Verkaufen Sie selbst Produkte über eine eigene Unternehmenswebseite oder planen dies in näherer Zukunft? Partner wie web4business können Kleinunternehmen mit der Webseitenerstellung einen Teil der Arbeit abnehmen, die mit der Senkung der Mehrwertsteuer verbunden ist. Durch Unterstützung bei den Preisanpassungen auf der Webseite und in Ihrem Shop stellen wir sicher, dass Sie genügend Zeit haben, Ihre Kundschaft weiterhin in den Vordergrund zu stellen und sich um wichtige Unternehmensabläufe zu kümmern.