Berliner Datenschutzbeauftragte warnt vor Microsoft-Diensten

Die Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Maja Smoltczyk, hatte mit ihrer Behörde Anfang Mai eine Checkliste für die Durchführung von Videokonferenzen während der Kontaktbeschränkungen erstellt. Darin sollte über die potenziellen Gefahren von Videotelefonie aufgeklärt werden. Die Checkliste beinhaltete außerdem eine Liste von verschiedenen Programmen für Videokonferenzen. Vor der Nutzung der beiden Microsoft Dienste Teams und Skype wurde jedoch ausdrücklich aus Datenschutzgründen gewarnt.

Daraufhin erhielt die Behörde von dem Softwarekonzern Microsoft eine offizielle Abmahnung. Demnach hat Microsoft die Berliner Behörde aufgefordert, „unrichtige Aussagen so schnell wie technisch möglich zu entfernen und zurückzunehmen“. Die Liste ist nun aus dem Internet verschwunden.

Sicherheitslücken bei Videokonferenzen

Skype und Teams sind jedoch nicht die ersten Videodienste, die aufgrund von Sicherheitslücken in die Kritik geraten sind. Die Video-Chat-Lösung Zoom erlebte in den letzten Monaten einen regelrechten Boom und wird mittlerweile von über 300 Millionen Menschen täglich genutzt. Allerdings wurde auch hier vor dem Einsatz des Dienstes gewarnt.

Laut dem baden-württembergischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit gibt es bei Zoom schwere Sicherheits- und Datenschutzlücken. Die Erhebung und Verwendung von Nutzerdaten durch das US-amerikanische Programm wird ebenfalls vermutet. Die Verwendung von Zoom wurde an vielen Schulen bereits untersagt, denn während einer digitalen Unterrichtsstunde wurden pornografische Inhalte eingespielt.

So können sich Kleinunternehmen vor Cyberkriminalität schützen

Doch wie können Sie sich vor Cyberkriminalität schützen und gleichzeitig mit Ihren Mitarbeitenden und Ihrer Kundschaft über Videotelefonie in Kontakt bleiben? Datenschutzexperten empfehlen die Nutzung der Business-Version des gewünschten Video-Tools, denn diese Versionen bieten oftmals höhere Sicherheitsstandards. Auch das Hosting Land des Tools ist von Bedeutung. Wenn möglich, sollten Sie Videodienste aus Deutschland oder der EU bevorzugen, da diese den Vorgaben der DSGVO unterliegen und somit ein angemessenes Schutzniveau gewährleisten. Die sicherste und vor allem einfachste Lösung ist aber eine Webseite mit eigener Chat Funktion. Bei der Webseitenerstellung mit web4business ist diese beispielsweise kostenlos im Tarif enthalten.

Besonders Kleinunternehmen sind von Cyberkriminalität betroffen, da ihre Webseiten oft nicht ausreichend geschützt sind. Tipps und Tricks zum Thema Datenschutz finden Sie in folgenden Artikeln: