Auf die Inhalte kommt es an

Neben YouTube sind Facebook und Instagram die Plattformen, auf denen Videos die größte Rolle spielen und die sicher auch für Sie am ehesten infrage kommen. Dabei eignet sich Facebook noch eher, um etwas längere Videos zu zeigen, in denen sich z.B. Mitarbeiter vorstellen oder das Unternehmen insgesamt präsentiert wird. Instagram bietet sich eher für Szenen aus dem Alltag an – vielleicht ein kurzer Blick hinter die Kulissen, ein Gruß zum Wochenstart an die Kunden. Eines haben aber alle Videos gemeinsam: Sie müssen Mehrwert bieten, um für den Nutzer interessant zu sein. Klassischerweise werden Social Videos dabei in folgende Kategorien unterschieden:

  1. How-to-Videos: Der Nutzer bildet sich durch Ihre Tutorials weiter und lernt durch Sie nützliche Tipps und Tricks. Diese Art von Inhalten passt zu jedem Themengebiet, egal, ob es um Rezepte, Kosmetik- oder Handwerkertipps geht.
  2. Emotionale Videos: Nein, Sie sollen keine Dramen erzählen und müssen auch keine süßen Tierbabys zeigen. Aber seien Sie authentisch und nahbar. Content, der jegliche Art von Emotionen beim Nutzer auslöst, bleibt automatisch stärker im Gedächtnis.
  3. News-Videos: Der Nutzer erfährt durch Sie von Neuigkeiten und Trends, die für ihn selbst relevant sein können. Dabei können Sie Ihre Dienstleistungen oder Produkte im Idealfall auch direkt als Lösung ins Spiel bringen.
  4. Q&A-Videos: Sammeln Sie die am häufigsten gestellten Fragen Ihrer Kunden und beantworten Sie diese gebündelt. Auch hierbei können Sie Produkte und Angebote dezent hervorheben und gleichzeitig das Vertrauen Ihrer Kunden in Ihr Unternehmen stärken.
  5. Behind-the-scenes-Videos: Zeigen Sie Gesicht, stellen Sie Ihre Mitarbeiter vor und gewähren Einblicke in Produktion, Verkauf, kurz in Ihren Unternehmensalltag. Das lässt Sie nahbarer erscheinen und vertieft die Beziehung zu Ihren Kunden.

Im Idealfall schauen Nutzer Ihre Videos nicht nur an, sondern interagieren mit Ihnen, teilen Sie und machen so andere auf Ihr Unternehmen aufmerksam. Das wird vielleicht nicht sofort von Beginn an der Fall sein, funktioniert aber umso besser, je mehr Sie die Interessen und Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe bei der Erstellung der Videos berücksichtigen. Dabei sind folgende Fragen hilfreich:

  • Wer ist mein Zielpublikum? Wen will ich mit dem Video erreichen?
  • Welche Art von Reaktion möchte ich hervorrufen?
  • Über welche Plattform erreiche ich meine Zielgruppe am besten?
  • Was interessiert sie, was treibt sie an?

Anschließend heißt es dann: Testen, analysieren, auswerten, optimieren und wieder testen. Das Schöne ist: Niemand erwartet ein hochprofessionelles Video von Ihnen. Authentizität ist viel wichtiger als ein fehlerfrei aufgesagter Text, der abgelesen wirkt. Haben Sie keine Angst davor, Fehler zu machen und beziehen Sie Ihre Fans mit ein so gut es geht – zum Beispiel, indem Sie sie einfach fragen, welche Inhalte sie sich von Ihnen wünschen.

Worauf müssen Sie bei der Videoproduktion für Social Media achten?

Neben den Schlagworten Authentizität und Interessen der Nutzer sollten Sie auch folgende Dinge berücksichtigen:

  • Nutzen Sie die Videobearbeitungswerkzeuge der einzelnen Plattformen um die Qualität Ihrer Videos zu verbessern. Fügen Sie zum Beispiel Untertitel ein, damit die Nutzer den Inhalt auch ohne Ton verfolgen können.
  • Testen Sie verschiedene Videolängen aus: Jede Social Media Plattform gibt Maximallängen vor, die Sie beachten sollten. Mehrere Statistiken belegen beispielsweise, dass auf Facebook Videos zwischen einer und anderthalb Minuten Länge am meisten angeklickt werden. Das ist zunächst ein guter Richtwert für Sie. Formulieren Sie also Ihre Botschaft an die Konsumenten kurz und knackig.
  • Handlungsempfehlung (Call-to-Action) einfügen: Definieren Sie vorab das Ziel Ihres Videos. Sie möchten den Nutzer zum Beispiel dazu bringen, einen Termin bei Ihnen zu machen oder der Beitrag soll im Netzwerk des Nutzers geteilt werden? Dann machen Sie dieses Ziel klar erkennbar und fordern Sie den Nutzer zu einer Handlung auf. Dies sollte allerdings nie zu offensichtlich geschehen, vor allem, wenn es um den Verkauf Ihrer Produkte geht. Der User sollte immer das Gefühl haben, dass er sich selbst für das Interagieren Ihres Videos oder den daraus resultierenden Kauf Ihres Produktes entschieden hat.
  • Konzentrieren Sie sich auf eine Kernbotschaft pro Video: Mehrere Botschaften überfordern den Nutzer. Platzieren Sie Ihre Botschaft schon zu Beginn des Beitrages und sichern Sie sich dadurch seine frühe Aufmerksamkeit. Dies entspricht einem komplett anderen Ansatz als bei einem TV-Spot. Das Gleiche gilt auch für Ihr Logo: Platzieren Sie es möglichst am Anfang.
  • Wählen Sie eine aussagekräftige Überschrift: Bei den meisten Social Media Plattformen ist die Überschrift, auch Caption genannt, das Erste, was ein Nutzer sieht und was ihn neugierig macht.
  • Weniger ist mehr: Vermeiden Sie unnötige Hintergrundgeräusche und zu viele Informationen sowie Szenenwechsel in ein und demselben Video. Das irritiert den Nutzer nur unnötig und stattdessen können Sie weitere Botschaften einfach in mehr Videos verpacken.

Und wenn Sie in Sachen Video schon einige Erfahrung haben und Ihr Angebot dahingehend ausbauen wollen, bietet sich natürlich YouTube als weiterer Distributionskanal für Ihr Unternehmen an. Die wichtigsten Informationen rund um die Plattform gibt es hier.