Google stellt Social Media Plattform Keen vor

Googles neuestes Projekt heißt Keen und erinnert in seiner Funktionsweise an Apps wie Pintrest oder Feedly. Nutzerinnen und Nutzer können Inhalte kuratieren und Sammlungen anlegen. Dabei kann es sich um Artikel, Blog-Beiträge oder YouTube Videos handeln. Mitgründer CJ Adams beschreibt Keen als eine Plattform, auf der Nutzende entscheiden können, mit welchem Themenkomplex sie mehr Zeit verbringen wollen und passende Inhalte dazu kuratieren können, um ihre selbstgesetzten Ziele zu erreichen.

Nutzende können eigene Sammlungen, sogenannte “Keens”, erstellen – ob es um Brotbacken oder Vogelkunde geht, ist dabei völlig egal. Keens können mit anderen geteilt werden und sind die Basis für neuen Content, der Usern angezeigt wird. Um Keen zu nutzen, wird aktuell ein Google Account benötigt. Die App ist bisher nur für Android-Geräte im Google Play Store verfügbar, doch Keen kann auch über den Web-Browser verwendet werden.

Künstliche Intelligenz schlägt passende Themen vor

Doch wie unterscheidet sich Keen von anderen Content-Plattformen wie Pinterest? An erster Stelle nennt Google die eigene Expertise in Sachen Machine Learning. Eine künstliche Intelligenz (KI) soll dabei helfen, relevanten und hilfreichen Content entsprechend der Interessen der Nutzerinnen und Nutzer zu generieren. Zwar investiert Pinterest auch in KI, allerdings dürfte die Datenbank von Google weitaus umfassender sein.

Pinterest Rival Google Keen Interface
So sieht die Benuzeroberfläche von Keen aus – Nutzende können eigene Sammlungen anlegen. Source: Google Screenshot / w4b

Werbepotential für Unternehmen

Und was hat Google selbst von dem Launch der neuen Plattform? Der Suchmaschinengigant hat es bisher noch nicht geschafft in die Welt der sozialen Medien einzutreten. Der Versuch mit Google+ ein soziales Netzwerk aufzubauen ist in der Vergangenheit bereits gescheitert. Mit Keen hat der Konzern die Möglichkeit relevante Nutzerdaten zu sammeln, die wiederum für Werbetreibende interessant werden können.

Auf Keen können Nutzerinnen und Nutzern ihren eigenen Interessen nachgehen. Ein idealer Ort für Werbetreibende also, um sie genau dort abzuholen. Sie haben eine eigene Tischlerei? Warum nicht gezielt für die User Werbung schalten, die sich für Interior Design interessieren?

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