Samsung Pay kommt im Oktober

Vor fünf Jahren hatte Samsung den eigenen Bezahldienst bereits angekündigt. Jetzt ist es endlich so weit: Samsung Pay geht in Deutschland an den Start. Nutzerinnen und Nutzer können sich bei dem Bezahldienst registrieren und ihr bestehendes Bankkonto damit verknüpfen. Samsung Pay soll für nahezu jedes Bankkonto verfügbar sein.

Offiziell ist der Dienst ab dem 28. Oktober für alle Samsung-Geräte erhältlich. Ausgenommen sind Smartphones der Galaxy-J- und der Galaxy M-Serie.

Wie funktioniert der Bezahlvorgang bei Samsung Pay?

Haben Nutzerinnen und Nutzer ihr Bankkonto erfolgreich verknüpft, kann an jedem kontaktlosen Terminal damit gezahlt werden. Über einen Wisch auf dem Startbildschirm des Handys wird die App gestartet. Diese lässt sich durch einen Fingerabdruck oder die Eingabe des PINs entsperren. Dann kann das Handy einfach an ein Kartenlesegerät gehalten werden und die Bezahlinformationen werden sicher übertragen.

Schlechtes Timing für Samsung?

Google hat bereits seit 2018 einen ähnlichen Dienst auf dem Markt. Google Pay kann auf beinahe jedem Smartphone genutzt werden und hat bereits großen Anklang gefunden. Der Bezahldienst Apple Pay hat sich auf vielen iPhones ebenfalls bereits durchgesetzt. Kommt Samsung etwa zu spät?

In der Coronakrise ist kontaktloses Zahlen so beliebt wie nie. Immer mehr Menschen entdecken die Vorteile des bargeldlosen Geldtransfers. Allerdings ist das Bezahlen übers Smartphone noch nicht ganz so verbreitet. Samsung könnte damit den Zahn der Zeit getroffen haben und nun ein sicheres Bezahlsystem anbieten, das auch Skeptiker überzeugt. Durch die Partnerschaft mit Visa und der Solarisbank wird Samsung Pay nämlich für beinahe jedes Bankkonto unterstützt. Das war mit Apple und Google nicht der Fall.

Kontaktlose Zahlung in Geschäften

Die Bezahlung via Samsung Pay funktioniert an jedem Terminal, an dem auch eine kontaktlose Zahlung z. B. mit der Girocard möglich ist. Das Handy muss einfach an den entsprechenden Bereich gehalten werden.

Die kontaktlose Zahlung ist auch für Kleinunternehmen eine Überlegung wert. Während einige in der Coronakrise bereits auf diese Bezahlweise umgestiegen sind, ist in einigen Geschäften noch gar keine Kartenzahlung möglich. Dabei ist es heutzutage weder besonders noch teuer noch aufwendig ein Terminal für das bargeldlose Bezahlen im eigenen Geschäft einzurichten.