Googles Kampf gegen Desinformation

Im Rahmen der Corona-Pandemie hatte Google vermehrt mit Fake News und Desinformationen zu kämpfen. Der Konzern gab 6,5 Millionen Dollar aus, um die Distribution falscher Informationen zu unterbinden. User der Suchmaschine sollen jetzt mehr Kontext zu den dargestellten Inhalten erhalten, damit sie informierte Bewertungen der Information vornehmen können und keine falschen Informationen unbeabsichtigt teilen.

Bei Online Bildern ist die Gefahr einer Manipulation besonders hoch. Mit Diensten wie Photoshop lassen sich Fotos schnell und einfach bearbeiten. Selbst Experten können hier den Unterschied zum Original oft nicht erkennen. Aus diesem Grund hat Google nun den Faktencheck eingeführt.

Bilder bekommen einen Faktencheck

Mit dem neuen Faktencheck sollen Google Nutzerinnen und Nutzer besser nachvollziehen können, ob sie bei der Bildersuche auf ein Fake gestoßen sind oder es zu dem entsprechenden Bild einen Hintergrund gibt, der zu einem besseren Verständnis beiträgt.

Google Factcheck
So sieht der Faktencheck unter einem Bild in Zukunft aus.
Source: Google Screenshot / w4b

Nutzerinnen und Nutzer könnten jetzt also ab sofort unter den Bildergebnissen einer Google Suche ein “Fact Check” Label sehen. Dort werden die entsprechenden Hintergrundinformationen zu einem Bild zusammengefasst. In einem eigenen Blogpost zeige Google beispielsweise, dass im amerikanischen Houston keine Haie als Folge einer Überflutung in den Straßen schwammen, wie viele Quellen vermeintlich berichteten. Besonders hilfreich ist die neue Funktion, wenn User gezielt Bilder auf ihre Herkunft prüfen wollen.

Für mehr Transparenz im Netz

Ganz vermeiden wird das neue Feature von Google die Flut an Desinformation im Netz nicht, allerdings ist es ein Schritt in die richtige Richtung. Die Unterscheidung in „wahr“, „unwahr“ oder „teilweise wahr“ liefern bereits erste Informationen, doch die kritische Auseinandersetzung mit Inhalten liegt immer noch aufseiten der User. Die Einstufung Googles ist ebenfalls nicht in hundert Prozent der Fälle als verlässlich zu werten. Der Faktencheck beruht auf einer offenen Quelle namens Claim Review. An die müssen sich auch Unternehmen wenden, wenn sie mit einem Faktencheck der eigenen Webseitenbilder nicht einverstanden sind.

Nichtsdestotrotz trägt der Google Faktencheck zu mehr Transparenz im Netz bei und zeigt, dass der Konzern gewillt ist, Desinformationen aktiv zu bekämpfen. Sie interessieren sich für digitale Entwicklungen, die das Internet zu einem transparenten und sicheren Ort für Nutzerinnen und Nutzer machen? Alles zum Thema Cookies, Verschlüsselung oder der DSGVO für Ihre Unternehmenswebseite finden Sie hier: