Was ist das Privacy Opt Out?

Im Herbst sollte Apple mit Neuerungen im Betriebssystem iOS 14 an den Start gehen. Besonders interessant sind dabei neue Maßnahmen für mehr Privatsphäre. Mit dem sogenannten “Privacy Opt Out” können User dem Werbetracking entgehen und das Datensammeln durch Apps einschränken.

Jedes Apple-Gerät – ob iPhone oder iPad – erhält einen eigenen Identifikationscode, welcher zufällig generiert wird. Diese ID kann von Dritten verwendet werden, um das Verhalten der Nutzerinnen und Nutzer über andere Apps und Webseiten hinweg zu tracken. Mit dem iOS Update wird dieser Code jedoch hinfällig, denn jede App muss die User explizit nach ihrem Einverständnis fragen.

Die Änderungen ernteten deshalb viel Kritik von Werbetreibenden, die künftig Schwierigkeiten haben werden, personalisierte Werbung zu schalten. Apple verschob die Neuerungen vorerst auf Anfang nächsten Jahres, um Entwicklern mehr Zeit zu geben, nötige Änderungen vorzunehmen.

Facebook rechnet mit 50 % Werbeeinbußen

Das soziale Netzwerk Facebook hat sich ebenfalls zu Apples Vorhaben geäußert. Das “Audience Network”, Facebooks eigener Anzeigenservice, könne mit den Änderungen an den Privatsphäre-Einstellungen nicht mehr effektiv arbeiten.

Es können keine personalisierten Anzeigen mehr angeboten werden und Facebook rechnet mit mehr als 50% Umsatzeinbußen des Audience Networks. Das würde auch viele Kleinunternehmen betreffen, die auf Facebook-Anzeigen angewiesen sind.