Nachdem wir uns angeschaut haben, warum die Corporate Identity so wichtig ist und gerade auch für Kleinunternehmen sehr hilfreich sein kann, wollen wir Ihnen nun dazu verhelfen, Ihrer Unternehmensidentität den richtigen Feinschliff zu verpassen.

In 5 Schritten zu einer optimierten Corporate Identity

Plötzliche Veränderungen im Auftreten Ihres Unternehmens könnten Ihre Kunden und Kundinnen sowie Dienstleister oder Geschäftspartner verunsichern. Diese sind schließlich an ein bestimmtes Unternehmensbild gewohnt. Wird dieses mit einem Mal „zerstört“, kann sich das womöglich als Vertrauensbruch anfühlen und für Verwirrung sorgen.

Ein radikaler Umschwung von heute auf morgen ist aus diesen Gründen also keine gute Idee. Die Optimierung Ihrer Corporate Identity sollte als ein Prozess vom Ist- zum Soll-Zustand verstanden werden und eher Schritt für Schritt vonstattengehen. Das gibt letztlich auch Ihnen und Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, sich an die Veränderungen zu gewöhnen.

Schritt 1: Ihre Leitsätze (Corporate Culture)

Die Corporate Identity entwickelt sich von innen nach außen. Nur wenn es im Inneren Ihres Unternehmens läuft, können Sie nach außen – also bei Ihren Kunden – davon profitieren. Stellen Sie sich zunächst also folgende Fragen:

  • Welche Normen und Werte sind uns als Unternehmen wichtig?
  • Bieten diese ausreichend Orientierung und Identifikationsmöglichkeit für Mitarbeitende?
  • Leben Sie Ihren Mitarbeitenden Ihre eigenen Werte vor?

Mitarbeitende wollen sich mit ihrer Tätigkeit identifizieren können, ihren eigenen Beitrag zu den Unternehmenszielen leisten und eigenständig Entscheidungen treffen dürfen. Nur dann fühlen Sie sich im Umfeld des Unternehmens auch wertgeschätzt. Fehlen diese Wertschätzung und Identifikation, führt dies zu Unzufriedenheit und langfristig oft auch zu einer Kündigung. Oft entscheiden die Leitsätze eines Unternehmens auch darüber, ob sich Bewerberinnen und Bewerber überhaupt erst für Ihre offene Position entscheiden.

Schritt 2: Ihr Erscheinungsbild (Corporate Design)

Abgesehen von den „inneren Werten“, braucht es auch visuelle Leitlinien, die Ihr Unternehmen nach außen präsentiert. Dazu gehören beispielsweise Ihre Firmenwebseite, Fahrzeuge, Berufsbekleidung oder Ihr Logo. Stellen Sie sicher, dass Sie über alle diese Ebenen hinweg ein einheitliches Erscheinungsbild haben und Kunden Ihr Unternehmen so schneller identifizieren können.

Schritt 3: Ihre Außenwahrnehmung (Corporate Behaviour)

Anschließend wenden Sie Ihren Blick nach außen: Wie wird Ihr Unternehmen von der Außenwelt wahrgenommen? Ein entscheidender Faktor dafür sind Online Bewertungen. Gerade aus negativen Bewertungen lassen sich Verbesserungsmöglichkeiten ableiten. Hier erfahren Sie, was Ihren Kunden eventuell noch fehlt oder was Sie aus ihrer Sicht besser machen können. Aber auch, was Sie und Ihre Mitarbeiter eben schon richtig machen und worauf Sie stolz sein können.

Schritt 4: Der Ton macht die Musik (Corporate Communication)

Stellen Sie sich die Frage, ob Ihr Ton und Kommunikationsstil Charakter und Zielen Ihres Unternehmens entsprechen. Tragen Sie Ihre Leitsätze auch nach außen? Werden Ihre Kundinnen und Kunden von Ihren Mitarbeitenden nach Ihren Erwartungen und Erfordernissen betreut? Halten Sie, was Sie versprechen? Wie reagieren Sie beispielsweise auf negative Online Bewertungen? All diese Fragen sollten Sie immer im Blick haben, um sicherzustellen, dass Sie die Bedürfnisse Ihrer Kunden langfristig bedienen.

Schritt 5: Realisierung

Je nachdem wie Sie bei Ihrem ehrlichen Blick auf den Ist-Zustand abschneiden, bedarf es nun ggf. Anpassungen in einem oder mehreren der vier Bereiche hin zu Ihrem ganz eigenen, erstrebenswerten Soll-Zustand. Optimieren Sie schrittweise und gemeinsam mit Ihren Mitarbeitenden Ihre Corporate Identity nach den zuvor analysierten Unternehmenswerten und -zielen. Eine Umfrage unter Kunden kann hier z.B. auch Ideen und Richtungen vorgeben, anhand derer Sie die Veränderungen in Ihrem Unternehmen direkt auf die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe abstimmen.