Google Ads führt zusätzliche Gebühren ein

Am 1. September erhielten Kundinnen und Kunden von Google Ads eine E-Mail mit Informationen zu einer Gebührenerhöhung. Die Auslieferung von Anzeigen in drei europäischen Staaten werden ab November teuer.

Neue Gebühren fallen in folgenden Ländern an:

  • Österreich – Digitalsteuer von 5 % auf Ihre Rechnung
  • Vereinigtes Königreich – Digitalsteuer von 2 % auf Ihre Rechnung
  • Türkei – gesetzliche Betriebskosten von 5 % auf Ihre Rechnung

In der Türkei spricht Google davon, dass die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben nun kostenintensiver sei. In Österreich und Großbritannien liegt die Gebührenerhöhung an der Einführung der Digitalsteuer.

Was steckt hinter der Digitalsteuer?

Im Vereinigten Königreich sowie in Österreich wurde Anfang des Jahres die sogenannte Digitalsteuer eingeführt. Damit will die Regierung große Internetfirmen besteuern. In Frankreich wurde ebenfalls über die Einführung einer Digitalsteuer diskutiert, allerdings wurde das Vorhaben aufgrund des Drucks aus den USA aufgegeben. Die Steuer sei problematisch für das Freihandelsabkommen zwischen den zwei Ländern.

Großbritannien hat ähnliche Probleme. Zudem seien die Einnahmen der Digitalsteuer bislang nicht so hoch ausgefallen wie erwartet. Dort fordern Kritiker die Wiederabschaffung der Steuer.

Google gibt Steuer 1:1 an Kunden weiter

Besteuert werden auch in Österreich nur große Unternehmen, deren Umsatz über einer Marke von 750 Millionen Euro liegt. Darunter fallen vor allem Unternehmen wie Google und Amazon. Google hat sich mit der Gebührenerhöhung nun dazu entschieden, die Kosten an die eigenen Kundinnen und Kunden weiterzugeben. Werbetreibende werden die Gebühren ab November unter “Transaktionen” in ihrem Google Ads Konto finden und auf den monatlichen Rechnungen als separate Position.