So sieht der neue Bezahldienst von WhatsApp aus

Nachdem Apple und Google bereits eigene Zahlungsdienste eingeführt haben, ist nun auch WhatsApp an der Reihe. Als Erstes können die Bewohnerinnen und Bewohner Brasiliens die neue Bezahloption über WhatsApp nutzen.

Sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen sollen von dem neuen Dienst profitieren können. Angehörige können sich trotz Entfernung schnell und einfach Geld schicken. Die Zahlungen per WhatsApp basieren auf Facebook Pay und zukünftig sollen dieselben Kartendaten in der gesamten Facebook App-Familie verwendet werden können.

WhatsApp Pay in Brasilien
So sieht WhatsApp Pay bereits in Brasilien aus.
Source: WhatsApp Screenshot

WhatsApp Pay für Kleinunternehmen

Besonders interessant ist die neue Bezahloption für Kleinunternehmen. In einer Pressemitteilung geht WhatsApp auf die 10 Millionen Kleinunternehmen und Einmannbetriebe in Brasilien ein, die dort das Rückgrat des Landes bilden. In Brasilien hat es sich bereits etabliert, das Kundinnen und Kunden über WhatsApp Kontakt zu Unternehmen aufnehmen, um Fragen zu Produkten und Dienstleistungen zu stellen. Auch in Deutschland bieten Unternehmen vermehrt Ihren Kundenservice über WhatsApp an. Über den Messenger-Dienst sollen die Zahlungen vereinfacht und vielen kleinen Unternehmen einen Einstieg in die digitale Wirtschaft ermöglicht werden.

Wie sieht es mit der Sicherheit des neuen Bezahldienstes aus? Um Transaktionen zu autorisieren, muss ein spezieller sechsstelliger PIN oder ein Fingerabdruck eingegeben werden. Damit soll Missbrauch vermieden werden. Der Dienst ist für Privatpersonen kostenlos. Unternehmen müssen, ähnlich wie bei Transaktionen über die Kreditkarte, eine Bearbeitungsgebühr für den Empfang von Kundenzahlungen entrichten.

Deutsche Shopper legen Wert auf flexible Zahlungsoptionen

Zwar ist WhatsApp Pay vorerst nur in Brasilien gestartet, doch das Unternehmen bestätigt, dass die Funktion zukünftig für alle Menschen verfügbar werden soll. Würde sich der Dienst auch in Deutschland durchsetzen?

Eine Studie des Zahlungsdienstleisters AfterPay hat ergeben, dass Online Shopper in Deutschland zwei bestimmte Anforderungen an Händler haben, die sie von anderen Ländern unterscheiden. Dabei handelt es sich um flexible Rückgabeoptionen sowie flexible Zahlungsoptionen. Das sei für über 20 Prozent der Befragten wichtig.

Vertreiben Sie Ihre Produkte oder Dienstleistungen über Ihre Webseite oder wollen Sie einen eigenen Online Shop starten? Stellen Sie sicher, dass Kundinnen und Kunden eine Auswahl an flexiblen Zahlungsoptionen zur Verfügung steht – ob Kreditkarte, Mastercard, Lastschrift, PayPal oder Rechnung. Je nach Größe des Unternehmens oder Preise der Produkte werden sich nicht alle verfügbaren Zahlungsoptionen für Sie lohnen, doch Kundinnen und Kunden wissen eine breite Auswahl zu schätzen.